Lautertal Bikemarathon (07.Oktober 2012)

Das letzte MTB-Rennen der Saison wurde mal wieder nass. Es wäre doch zu schön gewesen, wenn 2 Wettkämpfe in Folge im Trockenen stattgefunden hätten…
Freundlicherweise wurden wir von der Firma nach Spiegelberg zum Marathon eingeladen.
Obwohl meine allgemeine Form und Ausdauer zu meinem stetigen Erstaunen immer weiter ansteigen, entschied ich mich für die Kurzstrecke mit 27,6km und 739hm.
Der Landschaft nach zu urteilen erwartete ich eine Strecke mit sehr steilen Anstiegen.
Trotz unterschiedlichster Streckenbeschreibungen erwartete ich eine übliche Marathonstrecke mit Forstautobahn und vielen Höhenmetern. Wider erwarten kamen dazu noch einige durch den Dauerregen leider nicht mehr ganz so nette Trailpassagen, in denen ich des Öfteren der gewünschten Linie nicht ganz treu bleiben konnte weil wieder irgendein Reifen dicht war oder durch Spurrinnen abgelenkt wurde.
So wurde aus diesen vermutlich ganz netten Trails zum Teil eine echte Herausforderung.
Einige Fahrer begegneten mir mehrfach da ich die in den Abfahrten verlorene Zeit bis zu einem gewissen Zeitpunkt recht schnell wieder gut machen konnte.
Dieser war kurz vor Ende des Rennens, als direkt nacheinander zwei kleine Bäche durchfahren werden mussten. Dort hatten sich einige Fahrer vor mir eingeordnet bevor es sich so richtig staute. Bis es endlich weiter ging verlor ich den Anschluss und konnte auf den wenigen verbleibenden Metern mit kaum konditionell nützlichen Passagen nicht mehr viel rausholen. Schließlich gelang es mir noch quasi auf der Zielgeraden 2 Fahrer einzuholen. Dummerweise werteten mich die Organisatoren jedoch erst nach dem zuletzt eingeholten Teilnehmer. Vermutlich war ihnen das letzte Vorbei-Quetsch-Manöver weniger als 5m vor dem Sensor doch etwas zu riskant. Na gut, es ging ja um nichts…
Trotz meiner wie immer muttihaften Fahrweise bergab wurde auch ich des Öfteren aufgehalten. Besonders schlimm traf mich eine Situation, wo ein sehr sehr sehr sehr … langsamer Teilnehmer den völlig harmlosen, aber leider mindestens 300m langen Trail etwas zu intensiv genoss. Grrr!!!
Am Ende reichte es mit 1:22h für Platz 18 AK /24 Gesamt.
Meine Starrgabel ist mittlerweile zur Normalität geworden. Nachteile verursachte diese auf der heutigen Strecke definitiv keine. Dank weichen Böden, vielen Waldautobahnen und viel zu flachen Anstiegen sicherte sie sicher die eine oder andere Position. ABER: Ich brauche endlich einen schmalen 29er Schlammreifen!
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Finale LBS-Cup XC in Remchingen (23.09.2012)

Am Sonntag stand nach längerer Pause die nächste und letzte Veranstaltung des LBS-Cups an.Nach einer Woche endlosem Trailräubern in und um Stuttgart und gezielten Trainingsreizen in den letzten Tagen vorm Rennen musste es endlich ein vernünftiges Ergebnis geben.
Mein seit wenigen Wochen montierter breiterer Lenker sorgt für hohe Fahrsicherheit. Daran kann auch die noch immer montierte und mittlerweile selbst im härteren Gelände vertraute Starrgabel nicht viel rütteln. Die Wendigkeit, Spritzigkeit und die Gewichtsersparnis möchte ich nicht missen.

Um 16 Uhr startete das Rennen bei erstmalig trockenen Bedingungen.
Am Freitag vorm Rennen soll es zwar so stark geschüttet haben, dass Teile der Strecke unbefahrbar und gesperrt wurden. Im Laufe des Wochenendes blieben jedoch nur noch wenige feuchte oder leicht schlammige Stellen an ungefährlichen Stellen der Strecke übrig.
Die Temperaturen ermöglichten kurze Kleidung während des Rennens. Das Vorderfeld bestand aus den üblichen Verdächtigen, die in den letzten Rennen fast ausnahmslos vor mir ins Ziel kamen. Die Gesamtzahl der Starter kam mir deutlich größer vor, als in den letzten Rennen.
Am Startuphill ging wie immer das sinnlose Gebolze los.
Da ich im anschließenden technischen Teilstück nicht erwartete mit der Spitze mithalten zu können, sparte ich mir anstrengende Überholmanöver.
Leider fuhr vor mir ein Biker ohne Streckenkenntnis, der sein hochgezüchtetes Racebike bereits in den ersten Trails 2x unsanft verlassen musste.
Daraufhin suchte ich das Weite und konnte ihn schnell abhängen.
Mittlerweile hatten auch 3 Fahrer aus Senioren 1 und 2 aufgeschlossen, die 30 sec. nach uns gestartet waren.
In einem längeren Anstieg mit kleinem Pumptrack wäre ich gern ein bisschen schneller gefahren.
Ich geduldete mich mit damit einen der 3 zurück zu überholen.
In der Zielabfahrt bestätigte sich warum. Zwar fanden sich dort schöne enge, aber sehr hohe Steilkurven, aber leider auch ein paar ungünstig liegende Steine und Wurzeln, die mich etwas verunsicherten. Da sich die Länge der Anstiege und Trails etwa die Waage hielten, konnte ich recht gut dranbleiben. Leider waren die 5 Fahrer vor mir bereits über alle Berge. Ich drehte meine Runden auf der technischen, stark Konzentration fordernden Strecke gleichmäßig und hätte durchaus noch 2-3 weitere Runden bei gleicher Geschwindigkeit rollen können. Schneller kaum! Es wunderte mich, dass der Fahrer vor ohne Sichtkontakt mir nur 8 Sekunden Vorsprung hatte.
Mit Platz 6 von 11 erreichte ich nach 5 Runden á 2,5 km und 42:25 Minuten zufrieden das Ziel.
In der Gesamtwertung reichte es für Platz 5 mit 114 Punkten.

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6h MTB-Rennen in Blaubeuren/Sonderbuch (25.08.2012)

Gestern morgen um 6 Uhr sollte mein Wecker klingeln. Eine mittlerweile ungewohnt frühe Zeit zum Aufstehen.
Ich hatte mich entschieden den Wecker gnädigerweise auf 6:07 vorzustellen.
Gegen 7:42 Uhr erhielt ich einen Weckruf per Handy durch die in Vaihingen wartenden Teamkollegen.
Wir hatten vereinbart uns 7:30 Uhr zur gemeinsamen Fahrt nach Blaubeuren dort zu treffen. Leider scheint es mir gelungen zu sein im Schlaf den Wecker abzustellen.
Warum ausgerechnet gestern?!?

Meine Ausrüstung hatte ich bereits vorbereitet. Ich musste mich lediglich anziehen, das Fahrrad in den Kofferraum schieben und abfahren. Nur für den großzügig eingeplanten Umweg zur Tankstelle blieb keine Zeit. Also musste ich diesmal mit teurem E5 auskommen. Nachdem ich die Kameraden und deren Bikes mit ca. 1h Verspätung verladen hatte, verloren wir weitere kostbare Zeit an einer Aral-Tankstelle, an der ich noch Kaffee und ein Sandwich erwarb.
Dezente Geschwindigkeitsüberschreitungen brachten uns schnell voran. Eine Umleitung auf den letzten Kilometern Landstraße sorgte allerdings für weitere Verzögerung.
Wir trafen ca. 20 Minuten vor Rennbeginn ein und bereiteten uns und unseren Einzelfahrer Tino auf das Rennen vor. Zeit für eine Streckenbefahrung blieb nicht mehr.

In der vorangegangenen Nacht hatte es geregnet. Somit entsprach die Strecke unserem gewohnten Bodenverhältnissen während diesjähriger Rennen – NASS.
Erfreulicherweise waren Sonne und Wind jedoch bereits kräftig dabei die Strecke zu trocknen. Es gab keine Prützen, dafür feuchte Wurzeln und oberflächlich etwas Schlamm. Alles im Rahmen!
Die beiden pünktlich angereisten Teamkollegen starteten im 4er. So hatten wir noch ausreichend Zeit uns rennfertig zu machen.
Wie gewohnt lief es auf der ersten Runde nicht besonders schnell.
In der 3.Runde kam ich langsam in Gang.
Da ich dank Starrgabel in einigen Stein- und Wurzelfeldern eine einfache Linie wählen musste, war dauerhaft volle Konzentration gefordert. Mein 740er Lenker überstand einen leichten Baumkontakt klaglos, als ich sehr nah am rechten Rand eines Wurzelfeldes entlangrollte. In einigen Kurven drifteten Vorder- und Hinterrad durch den nassen Untergrund etwas ab. An einem recht steilen steinigen Anstieg staute es sich mehrfach, sodass die beste Linie nicht immer fahrbar war. In diesem Steinfeld ließ ich das Hinterrad einfach in eine grobe Richtung wandern und arbeitete mich in der Hoffnung ab und an etwas  Traktion zu bekommen bergauf.
Dank guter DURCHGÄNGIGER Verpflegung, kurzer Wege vom Parkplatz zur Wechselzone und zum Verpflegungsstand machte das Rennen sehr viel Spass.
Leider erreichten wir nur den undankbaren 4.Platz. Dennoch fuhren wir als gutes Team ohne zeitraubende Defekte oder Verletzungen.
Blaubeuren sieht uns sicher wieder.

Weshalb die A8 wegen Mäharbeiten Samstag nachmittag in einer Richtung gesperrt und ein stundenlanger Megastau in Kauf genommen wurde, verstehe ich vermutlich eh nicht. Unsere Rückfahrt wurde so trotz interessanter Landschaft und vielen vermeintlich interessanten Trails in Straßennähe zur Tortur.

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LBS XC Untermünkheim 28.07.2012 – … um ein Haar wäre es trocken gewesen

Am Samstag fand mein 5. MTB-Rennen binnen 5 Wochen statt.Es handelte sich um das 4. von 5 Rennen der LBS Cup Serie Cross Country.
Für mich war es der 3. Start. Gegenüber meinen bisherigen Rennen der Serie war die Strecke als Baden-Würtembergische Meisterschaft ausgeschrieben und wurde aufgrund der aus meiner Sicht unfahrbaren Streckenteile im oberen Bereich für die Hobbyfahrer deutlich entschärft. Gern hätten noch ein paar Hindernisse und Schlüsselstellen entfernt werden können. Dennoch war die Hobby-Strecke im Gegensatz zur sicher auch ohne Schlamm höchst anspruchsvollen Strecke in Moosbach ganz OK.
Die Anstiege waren deutlich flacher, aber ähnlich lang wie in Moosbach, dafür aufgrund der guten Wetterlage im Vorfeld gut fahrbar.
Leider begann es pünktlich zum Start kurz zu regnen. Ich machte mir Sorgen wegen einigen aus Holz errichteten Wellen im Bereich des in die Strecke integrierten Bikeparks und einem kurzen kurvigen Northshore Element.
Außerdem enthielt die Strecke einige mit Absperrband markierte enge Kehren auf Wiesenboden, teils mit Gefälle. Dort hatte ich während des Rennens meine größten Schwierigkeiten.
Der Regen hörte ähnlich schnell auf wie er angefangen hatte. Somit weichten weder Fahrer noch Boden durch.
Nach einem schnellen Start des Feldes staute es sich am Fuße des ersten Astiegs ohne erkennbaren Grund. Ich tippe auf Schaltung des Mitbewerbers.
Bis zur Einfahrt in die erste kurvige Schlüsselstelle konnte ich recht gut dranbleiben.
Mit kurzen Steilabfahrten und Gegenanstiegen kam ich besser klar als in der Proberunde.
Aufgrund der verbauten Starrgabel musste ich in einer langen Wiesenabfahrt deutlich langsamer fahren als die Konkurrenz. Technisch anspruchsvolle Stücken klappten gar besser als leicht holprige Passagen.
Völlig unerwartet rutschten mir nacheinander beide Räder weg, als ich in eine 90°-Kurve aus der Abfahrt Richtung Bikepark einbog. Mit Rad voran rutschte ich die letzten Meter bis zur Kurve auf dem A….  gen Tal. Ich war nicht der einzige Sturzpilot an dieser Stelle, wie ich feststellen durfte, als ich ein paar Meter weiter gerade wieder aufs Bike steigen wollte.
Die Holzkonstruktionen im Bikepark ließen sich mit konzentrierter Anfahrt, genug Tempo und vorsichtigem hoch- und herunterrollen ganz unerwartet gut meistern. Ein mulmiges Gefühl blieb aufgrund der Nässe erhalten.
Im Bikepark fühlte ich mich nach etlichen Pumptrackbesuchen zu Hause und wäre gern mehr Runden dort gefahren.
Unser fleißiger Fotograf schaffte es durch ständige Ortswechsel gleich mehrere Bilder während einer Durchfahrt zu knipsen.

Ab Runde 3 von 5 fühlte ich mich auf dem Großteil der Strecke wohl und hätte noch einige weitere Runden in ähnlichem Tempo drehen können. Wären nicht des öfteren langsamere Gegner in Sichtweite gewesen, hätte ich vermutlich gänzlich vergessen mich entsprechend zu fordern. Besonders im 2. Teil des Anstiegs und einer kurzen Flachpassage stellte ich immer wieder fest, dass ich ohne Blickkontakt weit relaxter fuhr, als sinnvoll.
In der letzten Runde ließ ich in Wiesenabfahrt und Anfahrt zum Pumptrack 2 Konkurrenten ziehen, die ich im Bikepark schließlich nicht mehr einholen konnte.
Mit fast 6 Minuten zum Sieger vom Team des Ausrichters MHW-Cube, aber nur 31 Sekunden Rückstand zum 4. erreichte ich das Ziel in 49:41 Minuten als 7.

Leider ist an dieser Stelle wieder zu sagen, dass aufgrund 2 nicht gewerteten Fahrern lediglich ein Fahrer nach mir ins Ziel kam. Die Startfelder dieses Cups sind klein, aber sehr stark. Als Training betrachtet ist der LBS-Cup eine schöne Sache. Vielleicht geht es ja in der Gesamtwertung durch meinen Stammplatz 7 noch etwas bergauf.

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18. Albstadt-LBS Bike Marathon (21. Juli 2012)

Samstag, 7:25 Uhr. Der Wecker klingelt.
Nachdem ich mir das Fahrradequipment, sowie etwas zu beißen und zu trinken zusammengesucht hatte, reiste ich kurz nach 8 Uhr Richtung Albstadt ab. Ein kurzer Stopp an der Tankstelle, eine kleine, aber zeitraubende Umleitung und die Tatsache, dass meine Karre seit Neuestem bei höheren Geschwindigkeiten etwas klappert, sorgten für die nötige Verzögerung um über eine halbe Stunde später als geplant in Albstadt anzukommen.
Offizieller Start sollte 10 Uhr sein.
Es störte mich wenig, dass ich gegen 8:10 mein Auto geparkt hatte.
Schließlich errechnete ich mir auf der todlangweiligen Strecke mit 86 km und 1.850 Höhenmetern keinerlei Chancen etwas zu reißen.
Der 8. und letzte Startblock, der ca. eine halbe Stunde nach dem ersten auf die Strecke gehen durfte, sollte nicht gerade zur Motivation beitragen.
Nachdem ich mich schnell umgezogen hatte, fuhr ich gen Startnummernausgabe. Ich war mir nicht sicher, ob auch 5-10 Minuten vor Start noch Nummern ausgegeben würden.
Nach kurzer Suche und Kampf gegen die zahlreichen Zuschauer am Rand der Strecke bekam ich meine Nummer doch noch.
Bei Start des Blocks 7 war ich gerade dabei die Kabelbinder der Startnummer am Lenker zu befestigen. Schön, dass es auch mal rote Kabelbinder gibt! 😀
Etwa 2 Minuten vor dem Start erreichte ich mit montierter Startnummer das Ende des Startblocks. Ich kletterte über die Absperrung, rollte am Besenwagen vorbei ans Ende des Startblocks, drängelte mich ein paar Reihen nach vorn und schon ging der „Spass“ los.
Am Start regnete es wundersamerweise nicht. Die ersten Kilometer rollten wir gemütlich auf Asphalt bergan. Meine Knie fühlten sich nicht gerade nach Bestform an.
Auf dem Plateau rollte es ganz gut. Während des Rennens setzte immer wieder Regen ein. Nach wenigen Kilometern staute sich das Feld in einer kurzen, leicht schlammigen Wiesenpassage und entschied ich mich um nicht später wertvolle Zeit zu verlieren die Regenjacke anzuziehen. Überschuhe und Regenhose sparte ich mir in der Hoffnung auf Wetteränderung. Trotz weiterer Schauer keine schlechte Entscheidung.
Ich rollte von Gruppe zu Gruppe nach vorn, gönnte mir kurze Stops an den Verpflegungspunkten. Leider fand ich trotz der relaxten Herangehensweise keinen ähnlich schnellen Fahrer.
Die beiden kurzen Trailpassagen, die ich als einzige MTB-taugliche Trails eingestuft hatte, waren durch die tausenden Fahrer vor mir bereits zertampelt und unfahrbar geworden. Schnell setzte sich das Bike zu. Dank Starrgabel und Tuningpedalen weit weniger problematisch als in der Vorwoche.
Viele Fahrer verbrachten trotz der wenigen Trails die halbe Zeit des Rennens mit Entschlammung ihrer Bikes. Später folgte noch ein ganz netter Trail, den ich bei der Testfahrt vor ein paar Wochen versehentlich umfahren hatte.
Leider war auch dieser nur schwer fahrbar.
Steilere Anstiege ermöglichten es mir gleich größere Fahrergruppen zu überholen. Leider wurde ich immer wieder von wirr hin- und herkullernden Amateuren aufgehalten. Oft konnte ich nur im letzen Moment ausweichen wenn Teilnehmer im Anstieg vom Rad fielen oder an kniffligen Stellen die Ideallinie blockierten. Ich möchte nicht näher darauf eingehen.
Meine Chopperhupe leistete gute Dienste und wurde immer wieder bewundert. Je näher ich dem Ziel kam, desto schneller fuhr ich. Sicher nicht zuletzt aufgrund des guten Kuchens und ausreichend Bananen als Streckenverpflegung.
Wenige Kilometer vorm Ziel gab es überraschend einen Becher Cola.
Obwohl ich während des gesamten Rennens fast nie frei durch meine Brille auf die Strecke blicken konnte, legte ich nun bergauf wie bergab noch einen Zahn zu. Mit ca. 4:22 h erreichte ich das Ziel auf Platz 680 von 2343 Startern.
Altersklasse: Platz 66 von 247. Rückstand zum Sieger d. AK: 1:08 h.
Rückstand auf Gesamtsieger Jochen Käß: 1:24 h.

Klingt alles nicht überragend, doch ich bin zufrieden. Wirklich vergleichbar wird die Sache erst bei einem Start in einem vernünftigen Startblock.
Anschließend durfte ich das 4.Mal in 4 Wochen mein Bike putzen. Ein trockenes Rennen wäre nächste Woche eine willkommene Abwechslung.

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Rutschpartie beim LBS XC in Mosbach (15.07.2012)

Es war das 3.MTB-Rennen binnen 3 Wochen und schon wieder eine Kurzstreckenveranstaltung.
Das Wetter war im Vorfeld erneut gewohnt nass. Ein paar kleinere Löcher in der Wolkendecke machten bei moderaten Renntemperaturen etwas Hoffnung auf ein leichtes Abtrocknen der bereits bei unserem Eintreffen sehr schlammigen Strecke.
Mit einem langen, sehr steilen Wiesenanstieg fürs Publikum, 2 relativ steilen und extrem rutschigen Trailpassagen und angenehm vielen Höhenmetern war die Strecke bei Nässe für meine Vorlieben äußerst unangenehm.
Bis zur Startaufstellung grübelte ich, ob es denn nicht sinnvoller wäre den Start abzusagen und die bereits gelöste Startnummer wieder abzugeben.
Nach einer Testrunde auf der Strecke war mir bewusst, dass ich deutlich mehr Plätze bergab verlieren,  als in den mir sehr entgegenkommenden steilen Anstiegen gewinnen würde. Die Trails waren für mich größtenteils Laufpassagen, wobei das „große“ Fahrrad eher hinderlich war. Bei Trockenheit hätte die vom Profil her recht anspruchsvolle Strecke sicher Spass und eine gute Platzierung im gut ausgestatteten Teilnehmerfeld gebracht.
Beim Aufruf zur Startaufstellung wurde erneut ein Platz in der ersten Reihe angeboten.
Um Team und Veranstalter nicht zu enttäuschen trat ich also meine Blamage an.
Gleich nach dem Start ging es den Wiesenhang auf der leicht angetrockneten Strecke bergauf. Das Feld von etwa 10 Fahrern zog sich etwas aufeinander. Kurz vor Ende des Steilstücks befand ich mich mitten in einer kleinen Gruppe, die den Führenden hinterherhechelten. Als sich vor mir der Verkehr mangels Traktion staute, musste auch ich den Fuß absetzen und musste die letzten 1-2 m schieben.
Bei solch einem Rennen sah ich dies wahrhaft nicht als Todesurteil.
Im weiteren Verlauf des Anstiegs kurbelte ich locker um die eine oder andere Position. Ich wollte ja nicht überlasten.
Schnell näherten wir uns der ersten Abfahrt. Um unkontrolliertes Rutschen zu vermeiden, hatte ich mir fest vorgenommen in den kniffligsten Passagen zu schieben/tragen.
Leider waren diese ca. 70% der Trails. So zog ich dies dann auch durch. Der Schlamm war seit der Testfahrt noch deutlich zäher geworden, da er an Feuchtigkeit verlor. Somit konnte er noch besser am Bike und an den Reifen haften. Mein noch immer nicht ausgetauschter Racing Ralph 2.25 war hier suboptimal und hatte sich sehr schnell zugesetzt. Die Abfahrten waren aufgrund der zähen Masse schwer berechenbar. Von Runde zu Runde fuhr ich ein paar Stellen mehr, jedoch bei Weitem nicht so viel wie die Konkurrenz. Wie erwartet, verlor ich bergab so deutlich mehr Zeit als ich bergauf gutmachen konnte.
Der spätere Sieger der Senioren 2 und zugleich Teamkollege, der 30 Sekunden nach uns gestartet war, holte mich bereits in der ersten Abfahrt ein und machte bis zur ersten Rundendurchfahrt noch einmal schätzungsweise genau so viel gut.
Der Sieger meiner Kategorie holte mich ein paar Meter vor meiner 4. Rundendurchfahrt ein. Daraufhin war mein Rennen nach 4 Runden erledigt. An meiner Gabelbrücke hatten Schlamm und Grashalme eine sehr effektive neuartige Stempelbremse gebildet, der ein zusätzliches Bremsen bergab unnötig machte. Als ich Mitte meiner 4. Runde diese Masse mit ein paar Handgriffen grob entfernte, wirkte das wie ein Turbo. Leider konnte ich meiner Blamage so nicht entfliehen und wurde lediglich aufgrund von 3 nicht klassifizierten Fahrern 7. von 9 Fahrern.
Nächstes Mal montiere ich Stollen an meinen Schuhen, falls ich bei derartigen Bedingungen noch einmal starten sollte.

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Kamm Bike Cross (08.07.12)

Am Sonntag stand mal wieder der Kamm-Bike-Cross an.
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nach kurzer Forschung stelle ich fest, dass es sich um meine 7. Teilnahme handelt. Dazu später mehr.
Für wenige Tage hatte ich mich an die Heimatfront begeben um zu radeln, ein paar Bekannte zu besuchen, zu radeln, etwas zu relaxen, zu radeln <strg+c> , das ein oder andere hopfenhaltige Getränk zu genießen und natürlich <strg+v> zu radeln, …
Sonntag früh um 6:30 wurde ich weniger sanft aus dem Tiefschlaf gerissen. Ich vermutete einen schlechten Traum gehabt zu haben, begab mich dennoch mit dem unguten Gefühl es könnte die Klingel gewesen sein halbblind zum Fenster. Ach Schreck!!! Meine Fahrgemeinschaft stand bereits gut gelaunt vorm Haus. Noch zumindest…
Offenbar hatte mein seit neuestem leicht kränkelndes Handy mich ohne erkennbaren Grund nicht pünktlich geweckt. Der Großteil meiner Ausrüstung lag bereits bereit. Nach weniger als 5 Minuten war ich mit einer Banane, einer Flasche Limo und einem zur persönlichen Bestrafung trockenem Brötchen abfahrbereit vorm Haus.

Überpünktlich erreichten wir den Veranstaltungsort Johanngeorgenstadt und parkten gratis und äußerst nah am Start.
Nachdem ich mir eine Trinkflasche samt Pulver für 5€ organisiert hatte und nach nicht einmal einem halben Tag ohne Regen auch noch die Sonne ein paar angenehme Temperaturen auf die Strecke zauberte, konnnte ich kurz gekleidet an den Start eines meiner Lieblingsrennen gehen.
Der Start verlief ungewohnt „langsam“. Aus Sicherheitsgründen hatte ich mich ans Ende des ersten Startblockdrittels gestellt, da ich von meiner Form noch immer nicht überzeugt war. Gerade hier in Johannstadt hatte sich dies jedoch in der Vergangenheit allerdings mehrfach als Podest-Faktor erwiesen. Mit Druck auf dem Pedal und frischen Beinen konnte ich trotz der wie immer einsamen Aufholjagd und leichtem Gegenwind durchs ganze Rennen hindurch Plätze gutmachen. Gegen Ende merkte ich leichte Ausdauermängel. Gerade an Steilstücken und dort wo mir in der Vergangenheit allgemein der Druck fehlte, fühlte ich mich diesmal recht wohl. Nach laut Tacho etwas mehr als 23km erreichte ich glücklich einen 8. Platz in der Gesamtwertung. Leider war dies zugleich der undankbare 4.Platz der Altersklasse. Mit einem bisschen Motivation oder Risikobereitschaft in den Abfahrten wäre wohl Platz 3 drin gewesen.
Diese Platzierung erreichte jedoch die Fahrgemeinschaft, die wir kurzfristig in der Teamwertung meldeten. Wie fast jedes Jahr sprang so auch dieses Jahr ein Sixpack Bier und eine leckere Auswahl an Wurstwaren aus der Heimat raus. Bilder reiche ich nach Möglichkeit nach.
Nun wird sich zeigen welche Wetterbedingungen mich in den kommenden LBS-XC Rennen und in Albstadt erwarten. Vermutlich werde ich den kräftezehrenden Marathon in Albstadt locker abrollen um nicht ein Opfer meiner in diesem Jahr weniger focussierten Ausdauer zu werden.

Die Fakten:KBC Auswertung 2004-2012

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